Halbwegs sind wir abgewichen. An dunklen Rändern gehalten sind wir, mühelos hat man uns dorthin gebracht. Trauerweiden beidseitig und Himmel und Erde wie in jedem Buch.
Rascheln, dass Töne den Gang bezeugen, und Dunkelheit. Dass wir uns nicht sehen. Wir werden uns nicht sehen.
Geschwindigkeit, hier und dort ein Atmen. Blitzlicht nur, geisteskrankes Leuchten. Dreisekündlich Halt. Wir liefen drei Mal einander vorbei.
Zugezogene Hälse, den Kopf bestofft, wir laufen. Steh nicht mehr, bleib nicht. Ich weiß wo du bist, will dich nicht finden.
Wir laufen, fliehen davon. Nacktschnecken kleben an den Sohlen. Feuchtes Ringsum, tagelange Insomnie. Ich war einst hier und bin es immer wieder, am namenlosen Ort, zwei unbemannte Körper.
Vom Müssen eingenommen, der Maschine Hunger. Ausgeblutet stehe ich im gefährlichen Gebiet. Ein paar Strähnen glitzern unecht metallisch, die innre Waage ist auf Erlösung gestellt. Wie wunderschön, allein im Schwarz zu gehen, während Gelenke knacken, die Muskeln ziehen. Sinnlos suchend nach dem Aufschlag ins Blaue, wo sich Knochen lösen und jegliche Masse. Das, was Blut frisst und den erkrankten Kern, dahin lauf ich und flüchte.
Ich sehe nach, deine schnellen Spuren. Alles riecht, es beißt, bremst und berauscht. Vor fremdem Rudel harre ich, deinem Rest, darin.
Ich weiß nicht mehr, Lauf ohne Ziel. Verfolgt von Tieren, menschlichen Irrealitäten; in dunklen Wäldern, wie in jedem Buch.
Doch immer Stille, das einzig konstante. Manchmal Küsse, unbemerkt. Eine Hand, die meine streift, als wär es ein Windzug von gestern.