15. August 2013

dispersion

Lass mich hier. Im Strahl zwischen den Lichtern. Lass mich hier bleiben, hier rieche ich gut. Hier hab ich Hirn und hier hab ich eine Bleibe. Lass mich zuständig sein für deine gesamte Maschinerie.
Lass mich das sein. Lass mich das sein.
Nimm es dir. Dazwischen. Bring mich nicht zurück. Lass uns ganz unten graben, da ist das Blut noch warm und es stinkt noch nicht.
Ich habe ihre letzten Stacheln im Arsch. Aus den Dachfenstern tropft dein Speichel. Die heilige Nacht fickt den Nebel. Setzt mir monatlich den verkümmerten Embryo in die Retina. Du kannst alles töten. Lass mir das Kind nur. Oder die Hälfte davon.
Ich habe zu hecheln gelernt, zwischen Ein und Ausatmen habe ich gelernt dich auszuhalten. Nimm es dir, nimm es dir nur. Lass mich das sein. Fleck, blinder unreiner Rest. Ich arbeite, ich arbeite für dich. Ich oele meine Gelenke um dir zu gefallen.
Stöcker, Riegel, metallene Nägel. Es wird funktionieren, ich mach dir Musik. 
Es gibt mehr als das hier, ich weiß das du hast es gesagt. Unser uneheliches Gesocks verkümmert präsynaptisch, ich stille es mit - du wirst es sehen, wenn du das Licht um drei Grad neigst.
Hier wird es immer so sein. Lass mich hier. Im Strahl zwischen den Lichtern. Es wird immer so sein, wenn du mich nur ab und an singen lässt. Mich in deinen Schwarzen Mantel steigen und verbluten lässt.