Ich tropfe aus mir, halte Kerzenlicht, bis das heiße Wachs trinkbar wird. Ich sehe in den Hunger bis das Auge zu bluten beginnt. Es macht keinen Unterschied ob es Tag oder Nacht, dein Leben oder meines ist.
Ich bleibe stehen, solang bis ich alleine stehe. Ich warte, dass die Muskeln von brennender Säure, die Haarspitzen von kaltem Schauer durchzogen werden und sich das Rosa auf den Lippen zu splitternden toten Zellen wandelt. Was macht es für einen Unterschied, welche Farben Böden haben, welche Ränder ihre Grenzen zieren. Es macht nichts, ich bin Stahl.
Ich bin Aas mit letztem Gefieder, süchtig nach Prokrastination. Es lässt lang auf sich warten, wenn man das Ende nicht kennt.
Weiße Zettel, du willst mich nicht lesen. Stocksteif stiehlen die Finger in den Horizont. Jedes Nagelbett ein Pflaster, jede Gedankenkette ein Stich. Geschweifte Klammern, darin leeres Geröll, mundzumundgehaucht aus toten Zähnen.
Ich sitze wartend, Thrombosen lösen das Wohlgefühl. Mein Leben im Lichtstrahl. Ich flimmere hindurch.