Da steht ein Stuhl, an der Lehne ein Zettel, 'setzen' seht drauf. Wer weiß das schon.
Am einzigen Vorhang, stinkend nach Suff, die Notiz schrieb ich mir- 'ziehen', auf oder zu. Hässlich sein ist im Versteck so leise schön.
Tiefe Fugenrisse, eine dünne Fassade hält das Rahmenholz, staubt im Sommer ab dreißig Grad. Übers Glas ziehen Streifen in hellen Tönen. Manchmal verwischt Wasser das nackte Gesicht dahinter.
Vier Beine aus Holz auf Holz, knackt und knarrt, da stell ich mir kalte Füße unter und vor; Wie ein warmes Kätzchen sie wärmt.
Wer weiß schon, was dahinter ist. Bleibt nicht für immer, nachts gehen sie schlafen, die Geschichten: Wie Besteck klappert, obwohl es nichts zu essen gibt, was es wohl zu essen gäbe. Wie sich Stimmen aller Geschlechter über- und untereinander reihen, Gelächter und Leben in Hinterhöfen schallt. Wenn die Alltäglichkeiten Wunder werden, dann steht er dort, mein Stuhl. Traumzersetzt bin ich ein Häufchen Hoffnung, Gehörtes und Gelesenes nur, wie die Menschen so seien. Wie gern ich sehe, wie ich gucke und starre. Man hat vieles noch nicht und nichts noch niemals gesehen.
Durch die undichten Gummi zieht der Sauerstoff nach innen. Der Raum atmet unbemerkt in seine möblierte Lunge. Trichter aus Sonnenlicht, manchmal, von halb elf bis dreiviertel zwölf. Und lachender Regen auf leeren Balkons.
'Hinaus', steht an der Tür, drei vier Meter vom Platz. Blickdicht verschottet ist jeder Weg zu meinem Jetzt. Wohin man geht, ich kenn' die Welt nur von innen; lehne an Lüsternheit, sitz' auf Speckrändern aus Angst.
Ein Teil hier, der andere im Spiegel. Hand zwischen Kopfglas und ein potenter Fuß auf eigener Seite. Wenn alles schläft, ja da gehen sie schlafen, die Geschichten. Warten da, in ihren schimmernden Rechtecken, zwischen flatternden Schleiern eindrucksloser Sommernächte. Wart' ich hier auf sie, ich Notiz ihres Tags. Wenn sie schlafen dann guck' ich nicht mehr.