Totenstille, geruchsneutral, alles wiegt sich und dreht sich in sich selbst. Stab und Stab zum Kreuz gebunden, Wunden streunern, haben keinen festen Platz zum Entzünden; ein bisschen blonder Flaum fehlt und Geruch wie auf regeborener Haut. Neues leckt Altes, ihre Hirne vergessen. Retraumatisierung, bestäubt von Zahlen/Tagen, sie hatten nicht hundert einmal. Wieder Sehen wider Willen, Augenschläge, Wimpernrollen; sitzen stehen sprechen, alles theatral. Schütz mich, Plastik, mein Kopf ist Stahl, lass außen innen sein, lass Antwort Frage bleiben. Und Briefe Papier.
Der Mensch zieht, ich bleibe, ich bleibe seine brennende Gallionsfigur.
Moos, mach mir die Süchte sacht, zart lass uns entziehn. Wir hatten Nadeln und Haare: ein Fleischgerüst aus Eiweißgelenken. Wir ziehen jetzt in Streifen quer, lassen Bakterien nisten und ersetzen uns, bauen Organe aus androgynem Material. So will ich die Mitte verlieren, alle erklärenden Teile und naturgetreues Dazwischen. Ich schreibe nicht mehr weil ich allein sein will. Kauen kann man wenn man selbst sich schluckt.
Noah, ich hör die Schlangen nicht mehr. Und Affen, Affen werden Mensch besiegen weil sie zusammenhalten. Ich nenne mich Ate und wasche mit Regen, weil Tropfen sonst einfach nur mittelhartes Großstadtwasser sind. Typ A konstant, B resigniert. Ich les mich selbst in Kaffeesätzen, ich spür mich in fiktiven Dogmen; die Fähigkeit zu halten hab ich im Ei gelernt. Kharma näht die Geweberisse, er ist Förster doch kein Arzt. Froststerne sind mir manchmal als Augen gemalt, ich seh Wald vor innerem Tier nicht mehr.