Tropfenader, du, zerbrechliches Papier; wie Jungbohnen fässt du, nimmst die letzten Glieder. Mein Boden ist Hunger, der Grund ist geebbt. Sieh, Glaskörper. Ich lebe in deinen Bissen. In der Hand ein Unterarm. Und unten Oberhautwärme. Darunter ein Kostüm aus Nervenzellophan. Tinte ritzt Dein ist
mein.
Dein mein ist mein.
Am Rand sind wir, uns gibt es nicht. Die Seemänner haben das Meer auf falscher Seite gesucht. Leichen zerren wahllos, reißverschließen unsren Blick. Du knetest mein, flechtest Adern hinein. Blaue Striche verlegst du vom Herzen
ins
Hirn. Du wartest manchmal auf Regen und Bögen, ich warte mit.
Halbe Dekaden, dabei saßen wir nur kurz auf Grund. Am Boden, auf weichem Sand, jedes einzelne Korn ein Ticken.
Traumsequenzen, ein
Trailer Nuklearregen, wie es wohl ist im Firmament zu sterben. Unter
Wattebäumen Tropfen ernten, schweigend singen, niemands Lied.
Wir treffen das Morsche, schaukeln im Sud. Ich trag das Vergessen am Bein, bind es mit Nylon zusammen. Wir spielen auf dem Paradoxon, es entflammt die Asche. Du beißt mich und trägst mich am
Nackenfett. Wir ruhen heimlich, drehen die Spieße, niemand darf mich sehen.
Faltest du
mein Blatt zusammen, so hocke leise ich in deinem Beschnitt. Nach außen
zeigen
scharfe Kanten, vorn eine Rehling zum Fallen. Und drinnen sind Ohren in Spiralen verdreht. Dann bauen
wir
manchmal den Flieger aus Fasern, drehen lautlos, wirbellos einig. Verstümmeln als Raupen, jedes Glied Gelee. Die Flügel zu den Seiten krümmen, wir heben und senken
mit
jedem Knick.
Meine
Taille hab ich aufgeschnitten, Walzen quetschen den Mörtel.
Ein paar Buchstaben im Baumwollbeutel, ich trage Hungerhirn in
Mastkörper.
Könntest du bluten, wüsste ich du
bist nicht Parabel. Schwirrtest nicht nur in Mondphasen als Motte, sondern stächest und bissest das Venenrot.
Ich sehe
jede dritte Nacht dir zu. Es fällt Staub aus meinem Ansatz, Krater halten den Boden dicht. Hier drinnen, zwischen den letzten
vier
Rippen, klingt sie luftdicht, vorletzte Arie an Leben.
Münder
schmerzen, habe ich drei davon. Spitzenhacken, Beulenrisse, ich
bin umgeschnitten, abgenäht und aufgezogen. Mein Uhrwerk erbricht, ich halte nicht. Zwischen Himmel und Estrich deine
weißen Hasenfelle. Gesammeltes Gespinst und Gestirn, so schreib ich dir von
richtungslosen Treppen auf Albinopapier.
Waagen
gibt
es nicht, alles hängt fotografisch immobil, ein luftloser Traum; Wir plündern Schichten
Anderssein. Flüchten macht Spaß, solang es vor Endlichkeit ist.
Wir
leben es nicht, so töten wir. Wir lieben es nicht, so stehlen wir.
Ich
vergesse lichtzulöschen. Fasse dich dennoch und ziehe.
Schaumgelage, der Damm ist besiegt. Wir bauen große Schiffe aus Horn, verdichten
mit
Haut, Ballast ist Konfus. Wie nah du bist, wenn ich ertrinke.
Ich rauche deinen Faden, rasiere meine Fragen, reinige meinen Körper mit
deinem
letzten ersten Gruß. Auf den Gräsern sitzt du, erster Tau der
Nachtarmee. Kämme mein Haar aus gebleichtem Synonym. Sanft manchmal liegt
meine Kugel aus Blut und Muskel, atmet den Dunst verbotenem
Niederschlags. Alles dreht, Z wird A. Handrückenübungen auf
deinem
lebenden Nichts.
Es rücken die Bauern an den König näher, es naht Morgen, das Jahr ist vorbei. Münder halten Speichel,
darin die versunken vergessenen Ruder. Ein Grat aus Adés, die Berge
aktzeichnen das Tal. Hungrige Ziegen warten an den Morgenrotgrenzen.
Ein
Echo und zwei Wiederhalle. Das Es steht, Magenlawinen rollen, ich
löse mich zu Salz in deiner Amplitude; du, Kurvengeburt, stehendes Hoch und Schwitzgewässer. Blindschleichen und Gänger, als wäre die Iris nur ein schwarzer Gedankenfleck. Ich zähle zurück, und so beginne ich, eins.
In der Mitte leben wir, auf Rost, im Brand zu Stäben gebogen. Mauern aus Qwertz, ich verschwinde in dir.
Ich sprechblase und tonreiße, Eselsohren blättern zu Staub. Angesaugt wird einzig Atem aus Trost. In der Stille fühlt man den Fadenlauf zum Leib; Die Blutspur ins Leben leuchtet bis in den ersehnten Saum. Blickwinkel springen, ein Nu flieht ins Jäh. Wir gehen ineinader spiegelverkehrt.
Tief ist nicht weit.
Es fällt dort Regen aus dem Boden, eine Hand im Himmel hält die Füße uns zum Fliehen. Du sickerst, Moor entzieht und nährt. Ich sterbe Liebe, kein Grund zu Gehen. Wir sind begegnet uns auf Halbmast. Niemand kehrt zurück.