26. August 2012

als ich mit hamlet nach hause kam

Durch Unterlassen ist stinkende Luft nicht aufgelöst. Sie hockt noch immer und gärt. Wird mit jedem Innehalten älter, schlechter, reizvoller. Sie reibt sich im Magen mit dem letzten sauren Nahrungsrest, setzt die Segel am Mast des Darms.
Umhüllt ihn zu einer atomaren Flamme, die, so sitze und so stehe ich, einsam als Buchstabensuppe erbricht.
Erbrechen. Wie oft kratzten die Gedanken an dem Zäpfchen. Der kleine, reizbare Freund. Ein Hirn aus Späne, ein Herz aus Eisenimitat. Am Pfropfen vereitert, erhellt sich nur noch der Morgensaft, alles andere bleibt öde sowie kahl und doch bis aufs letzte dehnbare Loch ausgestopft.
Es stinkt nach schwarzer Kohle, meine Finger, die eines Fremden, verbrannt. Im Sterben liegt die alte Hure, eine Liebe gibt es nicht mehr. Die Augen drehen, im Theater spielt das fremde, brillante Menschsein. 
Ist es nur Wahnsinn, der die Ehrlichkeit spricht, so sondern millionen Partikel eine andere Wahrheit. Man einigt sich demokratisch aufs selbe Versteck. Versprochen in Muttermündern und verschluckt als Vatermorganas. Heilige Libido, verleugnetes Nichts. Gottes Werk, besamte Stühle, jeder will sitzen, niemand mehr stehen.
Streifen Blicke sie nur noch wie Schmutz an meinem Schleier ab. Sie tragen Tanks aus Reinigungsmilch. Ein Gesicht nur noch aus geometrischen Grundformen, Klammern halten die mathematische Scham. Kneifen die Wäsche, die meine Herkunft verrät.
Ich bringe mich mit, lethargisches Aufsehen der wurstigen Leuen. Mit Papphut und Neuroleptik, Wildergeruch. Ich stinke nach Fruchtwasser, erhasche Apathie. Weil ich selbst mich zu Heilen versuchte, Wiedergeburt in fremden Körpern erzwang.
Das Wirkliche ist zwischen den Minuskeln addiert. Erhabene Kleinstwelten, jeder Raum ein Trapez. Bipolares Publikum in latenter Manege. Jeder zweite fragt sich, warum er bezahlt.