31. Januar 2012

stücke und teile

könnten wir nochmal dahin gehen,
wo wir einst versuchten
ist dort noch das selbe loch (das dunkle nasse, mit steinen gefüllt)
hängt blut daran, da haben wir hasen getötet
weil wir sie nicht mochten
die grauen aber, die waren zahm,
hatten stücke von weiß
und teile von schwarz

könnten wir nochmal dahin schwimmen,
wo wir einst versuchten
ist dort noch der selbe abfluss (mit großen rillen, aus metall)
in einem sog, der unsre körper schlingt
als wären die löcher durstige mäuler, jedes saugt mit splitterzunge,
wir haben viele davon,
viele stücke
jetzt sind sie geteilt

könnten wir nochmal dahin denken, 
wo wir einst versuchten
ist dort noch das selbe aas (blutend, wie die haie es mögen)
ziehen es tief, sofern sie hungrig sind
wir haben genug altes fleisch zum locken
auch die geier von oben, sie warten darauf
auf rohe stücke
und vergessene teile

könnten wir nochmal dahin sehen, 
wo wir einst versuchten
ist dort noch das selbe flackern (tunnellicht, am ende nebel)
die aussicht matt, verfolgt von gestern
als schauten zwanzig augen zu
und zwanzig abgepackte ängste
viele haben wir, darunter vor uns selbst
mich gibt es in stücken
dich in teilen.


nichts fehlt mehr als dort zu sein,
wo wir einst uns suchten