6. März 2011

suggestion

Ich bin Fisch, fresse anderen Atem. Hier ist nicht Platz für ein Rudel. Hier ist nur Platz für ein Bisschen. Zwei vielleicht, die sich klein machen. Jeden Tag kleiner. Zwei, die Atem fressen und Bilder davon machen. Selbst im anderen Gestank sich riechen. Hochladen. Entladen. Bewerten. Abwerten.Wir sind nicht kompatibel.
Man hält uns für komisch. Uns zwei, so, verfressen. Mutter fragt, was soll ich tun, denn ihre Milch ist sauer.
Tage sind genehm. Nächte verboten. Ich ernähre mich von Schlaf, führe ihn als Atmung ab. Ohne Kontrolle. Ich habe Kontrolle. Bleibe und bleibe hungrig, obwohl es verboten ist.
Ich Fisch fresse Fäkalien. Ich baue mir ein Haus daraus. Nur ich kann darin wohnen. Du kannst es auch, jetzt. Du weißt, nicht für immer.
Fehlstart. Ein zweiter Anlauf. Übertreten. Endspurt. Aufschlag. Faustkampf. Ich bin zwanzig Pfund mehr. Ich gewinne Verlust. Brösele in deine manipulative Faust. Ich lass es dich nicht wissen. Es tut weh zu sterben und ich liebe es.

Verhakt am Boden finde ich Ruhe. Gekapselt in Sprechblasen, wer kranker ist. Verzerrt ist mein Gesicht, das dir scheintot nicht gefällt. Porzellan verliert Glanz. Immer weiter reißen die Ränder, die meinen Menschen einst hielten. Müdigkeit macht hässlich. Du liebst und hasst mich in Amplituden.
Sind wir nicht da nur um uns zu nehmen? Vorwurf wirft Vorwurf. Ein Ballspiel fürs Leben. Wir bauten ein Meer, dort war Platz für ein Bisschen.
Das Meer existiert noch, die tiefste Stelle markierte ich mir. Niemand wird uns sagen können, kommen wir an oder ertrinken wir.