17. März 2011

das tier

Es schleicht über den Boden. Die Nägel tief im Linoleum. Ein ganzer Körper wird von Nägeln gezogen. Hier ist kein Teppich. Keine Schonung für die Haut. Brennende Blasen bilden sich an der Unterseite; von Kopf bis zu den Füßen brühheißer Gummi. Schleimspuren hinterlässt es, aus dem Mund fließt es. Gelblich dick und Tränenwasser. Ein Unterarm ganz nackt und blutig, trägt den Biss an Knöchelhöhe. Blaue Drahtseile stehen hervor. Gerissene Kabel der Blutzufuhr. Warm ist es am ganzen Boden. Es kommt nicht hoch, zu nass das Fell. Ausgereizt all seine letzte Kraft. Muskeln entschlaffen, hängen hinaus zu den Seiten. Das Gewebe betritt das Fleisch.
Es hustet oder keucht, seine Atmung setzt aus. Im Linoleum tief das schwere Gesicht. Um das Maul ganz blau, die Augen stehen hervor. Glitzergrün und rot untermalt. Geplatzt all die Äderchen, zwischen Auge und Ohr. Es wurde gebissen, das Gift verbreitet. Doch es schreit nicht, der Schmerz scheint groß.
Der Käfig eine Küche, es liegt zwischen Ofen und Tür. Kratzt noch drei Mal, die Atmung wird leise. Es schaut mich an, ich decke es zu. Es stirbt vielleicht. Heute Nacht oder früh.