X: Es ist schön. Misteriös.
Niemand weiß darüber, niemand spricht darüber, aber das Gefühl,
so falsch es sein mag, ist wahnsinnig schön.
Keine Schmerzen. Nur da.
Ich weiß nicht, ob die Sucht stärker ist, das Gefühl aufrecht erhalten zu wollen.
Ist es wieder nur die Sucht?
Oder warte ich darauf bis es wehtut?
Das ist im Moment im Kopf.
Doch mir geht es gut dabei.
Y: Mein Kopf. Können wir uns betasten? Ohne uns zu verletzen?
X: Ich weiß nicht ob es möglich ist.
Aber nur beim Gedanken daran ist mir komisch.
Dich in den Arm zu nehmen, sei es Begrüßung oder Trost. Das ist das Betasten.
Niemand weiß darüber, niemand spricht darüber, aber das Gefühl,
so falsch es sein mag, ist wahnsinnig schön.
Keine Schmerzen. Nur da.
Ich weiß nicht, ob die Sucht stärker ist, das Gefühl aufrecht erhalten zu wollen.
Ist es wieder nur die Sucht?
Oder warte ich darauf bis es wehtut?
Das ist im Moment im Kopf.
Doch mir geht es gut dabei.
Y: Mein Kopf. Können wir uns betasten? Ohne uns zu verletzen?
X: Ich weiß nicht ob es möglich ist.
Aber nur beim Gedanken daran ist mir komisch.
Dich in den Arm zu nehmen, sei es Begrüßung oder Trost. Das ist das Betasten.
Y: Und blutest du dabei?
X: Es ist eher bittersüße Milch.
Ich war aufeinmal wieder da. Du.
Durfte es sein.
Aber im Hinterkopf: Geh nach Haus.
Y: Meinst du, wir würden immer noch sterben?
Ist das dein Hinterkopf?
X: Vielleicht einer von uns.
Aber als ich bei dir war, habe ich es nicht gedacht.
Y: Du oder ich?
X: Wenn die früheren Systeme anlaufen, ich.
Du danach, wenn ich längst tot bin.
Aber ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist, dass ich mich so lebendig wie lange nicht mehr fühle.
Y: Heute früh ging mir das alles wieder durch den Kopf.
X: Von damals.
Y: Von damals. Von Montag.
Das lebendig fühlen. Die Angst.
X: Aber dann die Verbundenheit.
Aber tiefe tiefe Angst.
Y: Ja.
X: Aber dann auch die Zeit. Hat sie was gebracht?
Ist was passiert?
Y: Die Zeit zwischen damals und heute?
X: Ja.
Y: Es ist viel passiert. Es hat viel gebracht.
Verändert hat sich wenig.
Ich kann leben. Es ist gut.
Es ist leer.
X: Das Leben ist das Wichtigste.
Ich will mir das alles geben.
Y: Dann darfst du nicht sterben!
X: Nicht sterben, bevor ich mir nicht alles gegeben habe.
Ob es nun morgen ist oder mit sechzig.
Y: Aber das musst du entscheiden dürfen, niemand, absolut niemand darf dir sagen,
wann du zu gehen hast.
X: Ja. Aber wenn ich dabei an dich denke, würde ich dich zwingen wollen es nicht zu tun.
Zu gehen.
Y: Und wenn ich versuchen würde, mir zu nehmen, was Not ist?
Wenn ich nach Schlaf verlange, dir verspreche, wieder zu kommen?
Würdest du das glauben? Könntest du leben?
X: Wenn du erst wieder kommst im Himmel müsste ich sehr lange warten,
aber ich weiß nicht was hier unten passiert.
Ich weiß nicht ob wir es einhalten können, das Versprechen.
Y: Das muss nicht versprochen werden. Es ist der Versuch.
Ich habe lange gewartet, war unsichtbar, aber nie weg.
X: Ja, immer. In allen Ecken und Winkeln.
Mal verschwommen, mal völlig da, und jetzt real.
Y: Ich hab so oft nach dir gerufen, weil alles dunkel war, weil du Licht bist.
So oft gesucht. Bin im Dunkeln geblieben, weil ich die Birne nicht zerbrechen wollte.
Aber ich wusste, sie ist da. Sie könnte leuchten.
X: Ich musste gehen. Aber geleuchtet habe ich.
Auf Sparflamme.
Deine Reste in mir und meiner Wohnung sind immer noch da.
Du hast mal geschrieben, eine Liste. Die liegt da.
Und ein Skateboard. Und ein Brief.
Und zwei volle Notizbücher.
Wahrscheinlich jede Geschichte.
Und du bist da.
Y: Und wenn ich Licht sehen will? Morgen?
Nach der Arbeit?
X: Dann kann es nur meine Pflicht sein.
Ein Entschuldige.
Oder einfach nur ein Wiedersehen.
Y: Ich würde klingeln.
X: Ja, immer. Aber lass mich bitte Angst haben.
Vielleicht verfliegt sie.
Y: Ich verlange nichts von dir.
Und natürlich lasse ich dich.
X: Das macht dich zum Menschen, den ich lieben will.
Aber. Einfach nur ein Wiedersehen.
Y: Ja. Ein gutes.
Ich weiss nicht wann ich entlassen werde.
Ich hoffe nicht zu spät.
X: Ich denke, ich bin da.
Ich warte.
Y: Und versuch zu schlafen. Irgendwann.
Ein wenig zumindest.
Und bitte, versuch zu lächeln. Und wenn nur kurz.
X: Passiert. Bis morgen.
Y: Bis morgen.