19. Februar 2011

bin ich noch einsam

mein fleisch blutet
und tags bin ich einsam
weiß nicht was ich träumen soll,
ein schritt in die nacht
aufgeschwollen und lahm

 
ich halt‘ die decke
sonst falle ich zusammen
zu scham und hohn
unauswaschbare flecke

 
und wenn du gehst
so geh auch ich
mit schweiß und narben
die hässlichkeit lacht

 
wenn sie mich entdeckt
und ihren nebel entfacht

 
wenn das gesicht bleibt
doch kopf an kruste aneinanderreibt

 
und wenn klingen und klingen
melodisch in den ohren singen

 
und wenn ich still gestorben bin
stehst leis‘ du, liest geschrieben
wo Wahnsinn beginnt
und wo er endet dahin

 
bin ich noch einsam
sag, ist es zu spät?