22. Januar 2011

fantasien und futur

Stolz lege ich meinen Mantel ab und hänge in über den brüchigen Stuhl, auf den sich niemand mehr setzten kann. Den Mantel hält er noch aus. Splitter hat er, doch ich trage Handschuhe, undurchdringbar, denn es ist Winter und es ist Ahnung.
Alles was ich rieche ist Erinnerung. Da liegen Kartoffelschalen, die niemand wegbringt und dazwischen stehe ich, eine kalte Küche und unstillbare Füße, lassen mich dort einfach stehen, obwohl ich woanders stehen sollte. Ich stehe meinen Füßen im Weg. Ich berühre, zart wie es möglich ist, dein Handschuhgesicht, denn es ist zu einem geworden durch mich. Und Nadeln sind nur Bart und Blitze sind nur Augen und Fleisch und Blut dein Körper. Da spielt Sehnsucht drei Akte, und endet wenn es kalt wird im Saal. Die Bühne wird geräumt für altes Leben. Und ich ziehe meinen Mantel an. Dies kam und kommt, denn es gibt immer ein Drehbuch.

Ich habe mich ausgezogen, mein Herz möchte schlafen gehen. Dringt noch einmal kurz ein und schlägt dann zweimal kurz aus. Und Schlafphase um Schlafphase geht es zur Rehabilitation.
Es schlägt zur Pause. Ich bin erregt. Meine Füße knistern im Sand. Ich höre dich knistern und der Handschuh gleitet. Hinein, hinein. Ins Fleischherz hinein. Wir stöhnen über morgen, doch eigentlich ist es gleich. Einerlei die Einzigkeit, wenn niemand zuschaut. Ist es nur unser Akt.