20. Januar 2010

brandmalen

Ein Tropfen und Glitzerkleid. Ballettanzen mit Krokodilstränen. Jeder Schritt mit Elefantenfuß. Und Federn und Flausch im Haar. Als träufelnd Heißöl das Spiel beginnt. Schlaf ein mein Bein. Treppen hinauf bis ins Hinab. Angst und Lachen und schallendes Echo. Karoherz klebt an der Wand und nackt das Hirngespinst. Fliegende Fische und fallende Flieger. Bombendrohung und Nierenstein. Goldene Katheter, caramellschmeckendes Blut. Wunden werden weich und weiß die Weisheit. Ich sitze im Karton, wir sitzen zu dritt. Schach und Matt und Sünde. Große Tatzen halten die Beute nicht. Durchsicht ist nicht haltbar. Fang an zu fliegen, Lungenflügel. Nimm uns mit und mich und ihn. Es saugt der Nektar unsere Träume aus. Zieht warm und sauber durch unsere Venen. Zerkratzte Gesichter im Negativ. Plan und Vernunft in die Unterarme tätowiert. Wo ist Ende und wo der Wolf. Wo sind Sprache Stolz und Stund.


Aufgereihte Nackenhaare. Armeen von Kratern auf der Haut. Kalt schießt das Morgenrot uns in die Rücken. Federnumschwungene Körper verknotet, verletzt und zart und weiß wie Schnee. Zwergentänze auf der Fensterbank. Zungenspiele im Kettenhemd. Bonbons im Haar, verklebte Augen. Speichel und Schuld und ein Schritt zurück. Ein Brandmal im Kopf vom Hirnwasser umspült. Stotternde Organe im liegenden Embryo. Halte meinen Körper fest, Gürtelschnalle, Galgenstrick. Süß und sauer der Mantel aus Plastik. Und Durst nach früher und Hunger nach später. Und alles schwimmt bis es zerfällt zu Brandresten und Seelenmalerei.